Realitätsnahe Materialeigenschaften von hochfesten Feinkornbetonen in Grouted Joints

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dc.identifier.uri http://dx.doi.org/10.15488/3064
dc.identifier.uri http://www.repo.uni-hannover.de/handle/123456789/3094
dc.contributor.advisor Lohaus, Ludger DE
dc.contributor.author Werner, Michael ger
dc.date.accessioned 2018-03-12T08:56:34Z
dc.date.available 2018-03-12T08:56:34Z
dc.date.issued 2017
dc.identifier.citation Werner, Michael: Realitätsnahe Materialeigenschaften von hochfesten Feinkornbetonen in Grouted Joints. – Hannover : Leibniz Universität Hannover. Institut für Baustoffe, 2017 (Berichte aus dem Institut für Baustoffe, Leibniz Universität Hannover ; 15), XXI, 407 S. ISBN 978-3-936634-18-1 ger
dc.description.abstract Rohr-in-Rohr-Steckverbindungen werden häufig bei Offshore-Windenergieanlagen eingesetzt, um den aufragenden Teil der Tragstruktur mit den Gründungspfählen zu verbinden. In Deutschland wird der Ringspalt, der sich zwischen zwei Rohren unterschiedlichen Durchmessers ergibt, üblicherweise mit einem hochfesten Feinkornbeton verfüllt, um den Kraftschluss zwischen den Rohren sicherzustellen. Bislang herrscht noch eine gewisse Unsicherheit vor, ob sich die im Groutspalt und damit im Bauwerk einstellenden Materialeigenschaften mit denen vergleichen lassen, die sich unter Laborbedingungen ergeben. Dies begründet sich einerseits durch Einflüsse aus dem Verfüllprozess mit seinen nicht immer eindeutig vorhersehbaren Fließwegen, andererseits aber auch durch offshoretypische Störeinflüsse aus Wind, Wellen und erschwerten Einbaubedingungen. Aus realen Bauteilen können nur unter schwierigsten Bedingungen Probekörper entnommen werden, weshalb keine belastbaren Daten aus realen Offshore-Tragstrukturen vorhanden sind. Um dennoch möglichst genaue Annahmen zu den realen Materialeigenschaften treffen zu können, wird ein neu entwickeltes Versuchsverfahren zur realitätsnahen Herstellung von Ersatzbauteilen vorgestellt, aus denen Probekörper entnommen werden können. Der Verfüllprozess kann dabei durch die Verwendung einer transparenten Schalhaut direkt beobachtet werden. Im Rahmen der Arbeit wurden im entwickelten Großversuchsstand Verfüllversuche mit unterschiedlichen, handelsüblichen Grout-Materialien durchgeführt. Aus den Versuchen ließen sich wesentliche Erkenntnisse ableiten. Der Verfüllprozess muss sich nicht negativ auf die Druckfestigkeit des Grout- Materials auswirken. Vielmehr lagen die meisten am Ersatzbauteil festgestellten Werte oberhalb oder in der Größenordnung der aus den Laborversuchen abgeleiteten Druckfestigkeiten.Auf Grundlage der Druckfestigkeitsergebnisse konnte ein Teilsicherheitsbeiwert für Grout-Material im Grenzzustand der Tragfähigkeit abgeleitet werden. Dazu wurden die Relationen der Festigkeiten im Bauteil zu den Laborfestigkeiten und ihre Streuungen ebenso betrachtet wie die Streuungen der Grout-Materialien selbst. Anschließend wurde der Vorschlag mit statistischen Methoden durch die an den Bauteilen ermittelten Druckfestigkeiten verifiziert und die einzuhaltenden Randbedingungen für die Anwendbarkeit des Konzepts angegeben. Bei den durchgeführten Verfüllversuchen wurden Anlagerungen von Vorlaufmischung und entmischtem Grout-Material beobachtet. Somit können solche Störstellen in realen Bauwerken nicht ausgeschlossen werden. Um ihren Einfluss auf die Zugfestigkeit und die Steifigkeit abschätzen zu können, wurde eine spezielle Versuchseinrichtung als Stempeleindringversuch konzipiert. Bei den durchgeführten Versuchen zeigten sich deutliche Streuungen zwischen den einzelnen Last-Verformungs-Kurven an Proben aus Bereichen der Schubverzahnungen, was auf einen negativen Einfluss schließen lässt. Diesem Phänomen kann mit einer hochfesten Vorlaufmischung entgegengewirkt werden. Da auf hoher See nicht generell von einem reibungslosen Verfüllprozess ausgegangen werden kann, wurden zwei maßgebliche Störfallszenarien in Voruntersuchungen identifiziert und im Großversuchsstand simuliert. Das erste Szenario bildet den Ausfall einer Mischanlage ab, wodurch der Verfüllprozess deutlich verlangsamt wird. Hierbei konnte ein negativer Einfluss auf die Frischmaterialeigenschaften und in der Folge auch auf die Druckfestigkeit festgestellt werden. In einem zweiten Störfallszenario wurde eine sogenannte "Stinger-Vergroutung“ nachgestellt, bei der das Grout-Material frei durch das Wasser fällt. Bereits während der Versuchsdurchführung konnte ein starkes Auswaschen der Feinanteile des Grout-Materials beobachtet werden. Hierdurch wurde die Druckfestigkeit insbesondere im unteren Bereich der Bauteile stark verringert. Solche Entmischungen müssen durch Begrenzung der Fallhöhe im Wasser vermieden werden. ger
dc.language.iso ger ger
dc.publisher Hannover : Leibniz Universität Hannover, Institut für Baustoffe
dc.relation.ispartofseries Berichte aus dem Institut für Baustoffe ;15
dc.rights CC BY-ND 3.0 DE ger
dc.rights.uri http://creativecommons.org/licenses/by-nd/3.0/de/ ger
dc.subject Grouted Connection eng
dc.subject Offshore-Windenergieanlagen ger
dc.subject Vergussmörtel ger
dc.subject Verfüllversuch ger
dc.subject Teilsicherheitsbeiwert ger
dc.subject.ddc 620 | Ingenieurwissenschaften und Maschinenbau ger
dc.title Realitätsnahe Materialeigenschaften von hochfesten Feinkornbetonen in Grouted Joints ger
dc.title.alternative Realistic Material Properties of High Strength Grout in Grouted Joints eng
dc.type doctoralThesis ger
dc.type Text ger
dc.relation.isbn 978-3-936634-18-1
dc.description.version publishedVersion ger
tib.accessRights frei zug�nglich


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