Untersuchungen sozialer Disqualifizierung : Beiträge zur Analyse von Arbeitslosigkeit und sozialen Hilfen

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dc.identifier.uri http://dx.doi.org/10.15488/4678
dc.identifier.uri https://www.repo.uni-hannover.de/handle/123456789/4720
dc.contributor.author Gurr, Thomas ger
dc.date.accessioned 2019-04-02T07:26:19Z
dc.date.available 2019-04-02T07:26:19Z
dc.date.issued 2019
dc.identifier.citation Gurr, Thomas: Untersuchungen sozialer Disqualifizierung : Beiträge zur Analyse von Arbeitslosigkeit und sozialen Hilfen. Hannover : Gottfried Wilhelm Leibniz Universität, Diss., 2018, 10, 63 S. DOI: https://doi.org/10.15488/4678 ger
dc.description.abstract Die vorgelegte Dissertation besteht aus sieben Artikeln, die in verschiedenen Projektzusammenhängen entstanden sind. Die thematische Rahmung dieser Artikel ergibt sich aus den Gedanken des Franzosen Serge Paugam zur Sozialen Disqualifizierung. Mit dieser Perspektive sind zwei grundlegende Aspekte verbunden, die sich in den hier eingereichten Arbeiten wiederfinden und die diesem Rahmenpapier als Reflexionshorizont dienen. Dies ist zum einen die Abwertung von Arbeitslosen in der Gesellschaft und im Nahbereich der Personen. Zum anderen ist damit die besondere Situation der Bedürftigen in Hilfe- und Fürsorgeverhältnissen gemeint. Wie diese Personen sich im Erleben dieser Abwertung unterscheiden und welche Formen und Wirkungen verschiedene Modi der Problembearbeitung oder Hilfe haben, wird in den unterschiedlichen Beiträgen diskutiert. Der erste Beitrag (Gurr 2010) befasst sich kritisch mit einer relativ neuen Form privater Wohltätigkeit, den Lebensmitteltafeln. Dabei werden verschiedene Handlungszusam-menhänge in einer der Einrichtung der Tafeln rekonstruiert und es wird versucht, grundlegende Dimensionen dieser besonderen Form helfenden Handelns zu erfassen. Im zweiten Beitrag (Gurr, Jungbauer-Gans 2013) werden – mithilfe bereits bestehender Skalen und einer besonderen Form der Item-Prüfung – Skalen zur Messung von Stigmatisierungsbewusstsein bei Arbeitslosen und zu Vorurteilen gegenüber Arbeitslosen entwickelt. Der Ausgangspunkt besteht in ersten Interviewergebnissen sowie theoretischen Überlegungen zu den Funktionen der Abwertung bestimmter Personengruppen. Der dritte Beitrag (Gurr 2017) geht der Frage nach, in welcher Weise das Agency-Konzept einem theoretischen und empirischen Zugriff auf die Voraussetzungen, Bedin-gungen und Folgen von Vermittlungshandeln den Weg weisen kann. Der Beitrag ver-sucht auf der Grundlage von Interviewergebnissen, die Chancen und Grenzen der Analyse mithilfe des Agency-Konzepts datenbasiert zu erörtern. Dabei werden die Charakteristika des Vermittlungshandelns aus der Perspektive der Arbeitssuchenden in den Blick genommen und beispielhaft Konstellationen von Agency herausgearbeitet. Der vierte Beitrag (Gurr, Jungbauer-Gans 2017) widmet sich konkret den Erfahrungen Langzeitarbeitsloser mit Missbilligung und negativen, affektgeladenen Zuschreibungen. Zu diesem Zweck werden verschiedene Bestandteile des Stigmakonzepts Goffmans herausgearbeitet, auf das Phänomen der Arbeitslosigkeit bezogen und diese dargelegten Komponenten auf empirisches Material angewendet. Der fünfte und der sechste Beitrag (Gurr, Unger, Jungbauer-Gans, 2018) widmen sich einem (punitiven) Modus der Unterstützungspraxis, den Sanktionen. Diese Analysen zum Zusammenhang zwischen dem Erleben von Sanktionen im Vermittlungsprozess und dem Ausmaß, in dem die Akteur*innen glauben stigmatisiert zu sein, führen zu-nächst zu wenig theoriekonformen und kontraintuitiven Ergebnissen. Aus diesem Grund werden weitere empirische Analysen durchgeführt, bei denen sich die Gründe für die ausbleibenden Effekte, aber auch die besondere angstmobilisierende Wirkung dieser Maßnahme anschaulich zeigen lassen. Im siebten Beitrag (Gurr, Lang, 2018) werden drei Komponenten der im zweiten Aufsatz entwickelte Skala zum Stigmabewusstsein genauer untersucht. Hier geht es um die Frage, welche Einflussfaktoren verschiedene Dimensionen des Stigmabewusstseins Arbeitsloser erklären können. Für die Analysen werden in unterschiedlichen Phasen quantitative und qualitative Methodenstränge miteinander verknüpft, um Prozesse von Distanzierung, der Betroffenheit von negativen Zuschreibungen und den Umgangsweisen damit differenziert nachvollziehen und auf breiter empirischer Grundlage nachweisen zu können. ger
dc.language.iso ger ger
dc.publisher Hannover : Institutionelles Repositorium der Leibniz Universität Hannover
dc.rights CC BY 3.0 DE ger
dc.rights.uri http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/ ger
dc.subject social Disqualification eng
dc.subject poverty eng
dc.subject Stigma ger
dc.subject soziale Disqualifizierung ger
dc.subject Armut ger
dc.subject.ddc 300 | Sozialwissenschaften, Soziologie, Anthropologie ger
dc.title Untersuchungen sozialer Disqualifizierung : Beiträge zur Analyse von Arbeitslosigkeit und sozialen Hilfen ger
dc.type doctoralThesis ger
dc.type Text ger
dc.description.version publishedVersion ger
tib.accessRights frei zug�nglich ger


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