Über Erdfälle am nordwestlichen Harzrand zwischen Hahausen und Osterode am Harz

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dc.identifier.uri http://dx.doi.org/10.15488/429
dc.identifier.uri http://www.repo.uni-hannover.de/handle/123456789/452
dc.contributor.author Hohm, Dieter
dc.date.accessioned 2016-08-18T09:44:30Z
dc.date.available 2016-08-18T09:44:30Z
dc.date.issued 1979
dc.identifier.citation Hohm, Dieter: Über Erdfälle am nordwestlichen Harzrand zwischen Hahausen und Osterode am Harz. In: Bodenbewegungen von 1945 bis 1974 im Subrosionsbereich des Salzstockes von Benthe (SW-Hannover) / von M. Sniehotta. - Hannover : Universität Hannover. Institut für Geologie und Paläontologie, 1979. (Mitteilungen aus dem Geologischen Institut der Universität Hannover ; 17), S. 35-154. ISSN 0440-2812
dc.description.abstract Am nordwestlichen Harzrand zwischen Hahausen und Osterode wurden 482 Erdfälle systematisch aufgenommen. Als Erdfälle wurden dabei alle oberirdischen Groß-Subrosionsformen ungeachtet ihrer Entstehung aufgefaßt. Die Geländekartierung stützte sich auf Archivunterlagen, alte topographische und geologische Karten sowie auf Luftbilder. Erdfälle im Ausstrich gleicher stratigraphischer Einheiten wurden zusammengefaßt und ihre Basisdaten: Erdfalltyp, -umriß, -fläche und Formfaktor (Durchmesser:Tiefe) miteinander verglichen. Die Dimensionen der Erdfälle werden an der Oberfläche von zwei Faktoren beeinflußt, dem Alter und der Genese. Bei den meist fossilen Erdfällen werden charakteristische genetische Merkmale durch den Alterungsprozeß so stark überprägt, daß sie in der Statistik nicht mehr signifikant hervortreten. Für die einzelnen Schichtabschnitte wurden theoretische Modelle zur Erdfallmechanik am konkreten Beispiel überprüft. Im Oberen Buntsandstein können die Formen als Senkungskessel, Normalerdfälle und Subrosionserdfälle gedeutet werden. Mit den vorliegenden Daten ist es jedoch nicht möglich, einzelnen Erdfällen bestimmte Entstehungsmechanismen zuzuordnen. Die Erdfälle im Unteren Buntsandstein brechen siloartig zur Tagesfläche nach oben. Lockergesteinsbedeckung kann den Durchbruch verzögern, besonders wenn kohäsive Lagen eingeschaltet sind. Normalerdfälle treten im Zechstein 3 und 4 auf. Im nicht verkarsteten Gestein kann sich ein Pseudogewölbe ausbilden, aber auch ein kaminartiger Hohlraum ist denkbar. Im Basalanhydrit, Staßfurtkalk und -dolomit, in der Einsturzbreccie aus Staßfurtkalk und -dolomit sowie im Werra-Anhydrit entwickeln sich die Formen in Abhängigkeit vom Ansatzpunkt der Verkarstung. Wird innerhalb des Sulfatgesteins gelöst, so entstehen Normalerdfälle. Punktuelle Ablaugung an der Oberfläche des Karstgesteins führt zu Senkungskesseln. Mächtige Quartärbedeckung modifiziert ähnlich wie beim Unteren Buntsandstein die Bruch- und Senkungsvorgänge. Die Erdfälle treten vergesellschaftet auf und sind linear angeordnet, wobei sie Kluftmuster, Störungs- und Entspannungszonen nachzeichnen. Prognosen über zukünftige Erdfallbildungen können nicht gestellt werden. Die Geophysik verfügt bis jetzt über keine allgemein gültige Methode, um unterirdische Hohlräume nachzuweisen. Auch in der Bergschadenskunde sind keine Ansätze bekannt, die das Problem rechnerisch erfassen. Erste Versuche zur Bestimmung der ursprünglichen Hohlräume unter bekannten Erdfällen sind nur bedingt brauchbar. Eine Rayonisierung ist für die Bauplanung keine wirkliche Entscheidungshilfe. Zu große Flächen müßten danach als erdfallgefährdet angesehen werden. Nur eine detaillierte Aufnahme der subrosionsbedingten Veränderungen der Erdoberfläche unter Berücksichtigung des geologischen Rahmens liefert ein sicheres Fundament für die Beurteilung des Gefährdungsgrades einer Region. ger
dc.language.iso ger
dc.publisher Hannover : Universität Hannover. Institut für Geologie und Paläontologie
dc.relation.ispartof Bodenbewegungen von 1945 bis 1974 im Subrosionsbereich des Salzstockes von Benthe (SW-Hannover) / von M. Sniehotta
dc.relation.ispartofseries Mitteilungen aus dem Geologischen Institut der Universität Hannover ; 17
dc.rights CC BY 3.0 Unported
dc.rights.uri https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/
dc.subject Regionale Geologie ger
dc.subject Niedersachsen ger
dc.subject Harz ger
dc.subject Osterode ger
dc.subject Hahausen ger
dc.subject.ddc 550 | Geowissenschaften ger
dc.title Über Erdfälle am nordwestlichen Harzrand zwischen Hahausen und Osterode am Harz
dc.type bookPart
dc.type Text
dc.relation.issn 0440-2812
dc.bibliographicCitation.volume 17
dc.bibliographicCitation.firstPage 35
dc.bibliographicCitation.lastPage 154
dc.description.version publishedVersion
tib.accessRights frei zug�nglich


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