Die Malmschichtfolge von Langenberg bei Oker (nördl. Harzvorland)

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dc.identifier.uri http://dx.doi.org/10.15488/427
dc.identifier.uri http://www.repo.uni-hannover.de/handle/123456789/450
dc.contributor.author Pape, Hansgeorg
dc.date.accessioned 2016-08-18T09:44:30Z
dc.date.available 2016-08-18T09:44:30Z
dc.date.issued 1970
dc.identifier.citation Pape, Hansgeorg: Die Malmschichtfolge von Langenberg bei Oker (nördl. Harzvorland). In: Die Geologie der Mittelrät-Schichten von Velpke (nördl. Helmstedt) / von Mohamed-Husni Zeino-Mahmalat. - Hannover : Universität Hannover. Institut für Geologie und Paläontologie, 1970. (Mitteilungen aus dem Geologischen Institut der Universität Hannover ; 9), S. 41-137. ISSN 0440-2812
dc.description.abstract Im Steinbruch des Kalkwerkes Oker am Westende des Langen-Berges (nördl. Harzvorland) wurde ein etwa 200 m mächtiges Profil aufgenommen, das vom Unteren Korallenoolith bis in den Oberen Kimmeridge reicht. Darüber transgrediert Unter-IIauterive. Auf der Grundlage mikroskopischer Untersuchungen von Gesteinsanschnitten wurden die vorhandenen Ges teinstypen der Karbonatgesteine festgestellt und beschrieben. In der Malmschichtfolge, die aus mergeligen, dolomitischen und reinen Kalkgesteinen aufgebaut wird, überwiegen im Korallenoolith Oolithe und im Kimmeridge feinkörnig dichte Kalkgesteine (Mikrite). Als besondere Typen wurden an der Basis des Mittleren Kimmeridge auf Grund der Führung von Algenbällen (Onkoiden) ein Onkoid- dolomitstein und im untersten Teil des Oberen Kimmeridge wegen' des starken Anteils von Characeen-Gyrogoniten an den klastischen Komponenten des Gesteins ein Characeenkalkstein ausgej schieden. Von den einzelnen Gesteinstypen wurden Proben quantitativ chemisch auf ihren SiO2, Al, Fe, Mg und Ca-Gehalt untersucht. Durch diese Bestimmungen wurde eine Übersicht über die chemische Zusammensetzung der Gesteinsfolge gewonnen. Der Korallenoolith ist generell stärker eisenführend als der Kimmeridge, besonders aber im Unteren Korallenoolith und an der Basis des Mittleren und des Oberen Korallenooliths. Während des gesamten Mittleren Korallenooliths wurde ein sehr reines Karbonatgestein mit geringem Si02 und Al2O3-Gehalt gebildet. Als Durchschnittswert des Doloraitanteils am Gestein wurden, jeweils für größere Abschnitte berechnet, im Korallenoolith und Kimmeridge gleichermaßen etwa 15% gefunden. Im Mittleren Kimmeridge liegt als Grenzbank zum Oberen Kimmeridge eine 3 m mächtige, graugelbe Gesteinsbank, die von den Steinbrucharbeitern "Wasserstein" genannt wird und nach der chemischen Untersuchung aus sehr reinem Dolomitstein besteht. Die stratigraphische Grenzziehung erfolgte nach der mikropa- läontologischen Untersuchung einiger Mergelsteinproben. Innerhalb der Malmschichtfolge wurden Mindestartenzahlen von Foraminiferen und Ostrakoden sowie von kalkschaligen und von sand- schaligen Foraminiferen verglichen und die Anzahl gewisser vorwiegend mariner Fossilgruppen und das Auftreten von Characeen-Gyrogoniten festgestellt. Auf Grund der Ergebnisse wurde ein Wechsel der ökologischen Bedingungen gegen Ende des Oberen Korallenooliths angenommen. Nach ökologischen Untersuchungen an rezenten Foraminiferen deuten Dominanzen der sandschaligen Foraminiferen nach Arten- und Individuenzahl bei gleichzeitig geringer Gesamtartenzahl im Kimmeridge auf Flachwasserbedingungen mit möglicherweise verringertem Salzgehalt hin. Weitere Hinweise auf zeitweilige Brackwassereinflüsse während des Kimmeridges sind die Abnahme der Zahl vorwiegend mariner Fossilgruppen und das massenhafte Auftreten von Characeen-Gyrogoniten. Diese Deutungen passen gut in das paläogeographische Bild des Malms nach IIUCKRIEDE (1967). Danach gehörte das Gebiet des Langen-Berges seit dem Unteren Kimmeridge zu einer Bucht des Niedersächsischen Beckens, die im Süden und Osten vom nahen Mitteldeutschen Festland umschlossen wurde und von dorther Süßwasserzufluß erhielt. ger
dc.language.iso ger
dc.publisher Hannover : Universität Hannover. Institut für Geologie und Paläontologie
dc.relation.ispartof Die Geologie der Mittelrät-Schichten von Velpke (nördl. Helmstedt) / von Mohamed-Husni Zeino-Mahmalat
dc.relation.ispartofseries Mitteilungen aus dem Geologischen Institut der Universität Hannover ; 9
dc.rights CC BY 3.0
dc.rights.uri https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/
dc.subject Regionale Geologie ger
dc.subject Niedersachsen ger
dc.subject Langenberg ger
dc.subject Harz ger
dc.subject.ddc 550 | Geowissenschaften ger
dc.title Die Malmschichtfolge von Langenberg bei Oker (nördl. Harzvorland)
dc.type bookPart
dc.type Text
dc.relation.issn 0440-2812
dc.bibliographicCitation.volume 9
dc.bibliographicCitation.firstPage 41
dc.bibliographicCitation.lastPage 137
dc.description.version publishedVersion
tib.accessRights frei zug�nglich


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