Kultivierungsstrategien zur Entwicklung bioartifizieller Gefäßprothesen

Download statistics - Document (COUNTER):

Thoms, Stefanie: Kultivierungsstrategien zur Entwicklung bioartifizieller Gefäßprothesen. Hannover : Gottfried Wilhelm Leibniz Universität, Diss., 2019, XIII, 172 S. DOI: https://doi.org/10.15488/7464

Selected time period:

year: 
month: 

Sum total of downloads: 204




Thumbnail
Abstract: 
Das Ziel dieser Arbeit war die Entwicklung von Strategien für die Erstellung und Kulti-vierung bioartifizieller, patientenspezifischer (autologer) Gefäßprothesen, die als Gefäßersatz benötigt werden. Zunächst wurde untersucht, ob eine immunsuppressive Therapie, die nach der Transplantation körperfremder Gefäßprothesen notwendig ist, um Abstoßungsreaktionen zu verhindern, einen Einfluss auf das Endothel (innere Gefäßauskleidung) eines Patienten hat. Die Ergebnisse zeigten, dass das Immunsuppressivum Tacrolimus eine dosisabhängige Toxizität auf Endothelzellen aufweist. Trotz unveränderter Zellvitalität hatte bereits eine Tacrolimuskonzentration von 18 ng/ml, die dem maximalen Talspiegel bei Standard-dosierungen nach einer Organtransplantation entspricht, negative Auswirkungen auf die 3D-Sphäroidstruktur sowie die Formation kapillarähnlicher Strukturen von Endothelzellen. Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass patientenspezifische Gefäßprothesen benötigt werden, da nach deren Implantation auf eine immunsuppressive Therapie verzichtet werden kann.Stammzellen aus dem Fettgewebe (AD-hMSCs) sind eine gut verfügbare autologe Zellquelle für das Endothel einer bioartifiziellen Gefäßprothese, wenn diese zu Endothelzellen differenziert werden können. Die Untersuchung des Differenzierungspotentials ergab, dass eine stabile Differenzierung der AD-hMSCs in Endothelzellen nicht beobachtet werden konnte, auch wenn die AD-hMSCs Merkmale reifer Endothelzellen aufwiesen. Es konnte jedoch erfolgreich gezeigt werden, dass die AD-hMSCs aufgrund ihrer parakrinen Eigenschaften, vor allem unter dynamisch-hypoxischen Kultivierungsbedingungen, angiogene Faktoren in das Zellkulturmedium sezernieren. Die Wirkung angiogener Faktoren auf die Bildung kapillarähnlicher Strukturen wurde in einer Kokultivierung von AD-hMSCs und HUVECs untersucht. Die Ergebnisse zeigten, dass eine indirekte Kokultur, in der AD-hMSCs und HUVECs räumlich getrennt, unter Verwendung des gleichen konditionierten Mediums kultiviert wurden, in vitro eine signifikant erhöhte Formation kapillarähnlicher Strukturen hervorrief, im Vergleich mit der indirekten Kokultur in unkonditioniertem Medium.Zudem wurde gezeigt, dass die dynamische Kultivierung von Endothelzellen auf Fibrinogen-beschichteten Oberflächen unter Scherspannungen von 5 dyn/cm² und 20 dyn/cm² eine erfolgreiche Ausrichtung der Zellen entlang der laminaren Strömung bewirkte, sowie physio-logische Bedingungen wiederspiegelte und für eine Kultivierung und Konditionierung in ein geeignetes Reaktorsystem übertragen werden kann.
License of this version: Es gilt deutsches Urheberrecht. Das Dokument darf zum eigenen Gebrauch kostenfrei genutzt, aber nicht im Internet bereitgestellt oder an Außenstehende weitergegeben werden.
Document Type: doctoralThesis
Publishing status: publishedVersion
Issue Date: 2019
Appears in Collections:Naturwissenschaftliche Fakultät
Dissertationen

distribution of downloads over the selected time period:

downloads by country:

pos. country downloads
total perc.
1 image of flag of Germany Germany 106 51.96%
2 image of flag of China China 38 18.63%
3 image of flag of Russian Federation Russian Federation 18 8.82%
4 image of flag of United States United States 9 4.41%
5 image of flag of Czech Republic Czech Republic 9 4.41%
6 image of flag of No geo information available No geo information available 4 1.96%
7 image of flag of Austria Austria 4 1.96%
8 image of flag of Netherlands Netherlands 3 1.47%
9 image of flag of Thailand Thailand 2 0.98%
10 image of flag of Switzerland Switzerland 2 0.98%
    other countries 9 4.41%

Further download figures and rankings:


Hinweis

Zur Erhebung der Downloadstatistiken kommen entsprechend dem „COUNTER Code of Practice for e-Resources“ international anerkannte Regeln und Normen zur Anwendung. COUNTER ist eine internationale Non-Profit-Organisation, in der Bibliotheksverbände, Datenbankanbieter und Verlage gemeinsam an Standards zur Erhebung, Speicherung und Verarbeitung von Nutzungsdaten elektronischer Ressourcen arbeiten, welche so Objektivität und Vergleichbarkeit gewährleisten sollen. Es werden hierbei ausschließlich Zugriffe auf die entsprechenden Volltexte ausgewertet, keine Aufrufe der Website an sich.

Search the repository


Browse