Eine Schule für alle! : Grundlagen und Leitlinien für eine gelingende Umwetzung von Inklusion am Beispiel ausgewählter Schulen

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Schulze, J.: Eine Schule für alle! : Grundlagen und Leitlinien für eine gelingende Umwetzung von Inklusion am Beispiel ausgewählter Schulen. Hannover : Institut für Didaktik der Naturwissenschaften, Leibniz Universität Hannover, 2019 (Hannoversche Materialien zur Didaktik der Geographie ; 3), 206 S.

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Die Vision der Inklusion und der damit verbundenen Etablierung einer Schule für alle kann als ein globales Phänomen bezeichnet werden (vgl. Löser & Werning, 2015, S. 18). Durch eine Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2008 haben sich viele Länder und insbesondere auch Deutschland zur Gewährleistung eines inklusiven Schulsystems verpflichtet. „Die Einführung inklusiver Bildungssysteme, die den Bedürfnissen aller Lernenden gerecht werden, stellt [dabei] weltweit eine zentrale Aufgabe der Bildungspolitik wie auch der Praxis von Schulen dar“ (Hillenbrand et al., 2014, S. 147). Obwohl das Ziel der Etablierung inklusiver Schulen politisch anerkannt ist, zeichnet sich die Umsetzung der Inklusion in Deutschland jedoch im internationalen Vergleich zu einem großen Teil durch Mängel aus. Auch elf Jahre nach der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention wird noch ein großer Anteil der SuS mit einem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf an separaten Förderschulen unterrichtet. „Die systematische Aussonderung von Schülern mit sogenanntem sonderpädagogischen Förderbedarf aus allgemeinen Schulen ist [dabei] nach Auffassung von Menschenrechtsexperten mit der UN-Konvention unvereinbar“ (Blanck et al., 2012, S. 17). Aufgrund der Fokussierung auf die Aufnahme von SuS mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf im Rahmen der Umsetzung der Inklusion, gerät die Beschäftigung mit weiteren Heterogenitätsdimensionen häufig in Vergessenheit. Infolge dessen birgt die Umsetzung inklusiver Prinzipien im deutschen Bildungssystem die Gefahr einer Sonderpädagogisierung (vgl. Reich, 2012, S. 87). Als weiterer Kritikpunkt wird in der Debatte in Deutschland häufig darauf verwiesen, dass die Inklusion hauptsächlich an den Schulen des Primarbereichs und weniger an den weiterführenden Schulen stattfindet (vgl. Klemm, 2015, S. 6). Darüber hinaus lassen sich deutliche Unterschiede bezüglich der Umsetzung der Inklusion in den einzelnen Bundesländern Deutschlands erkennen. Als Konsequenz aus diesen Beobachtungen hat sich die Debatte um die Inklusion in den letzten Jahren verstärkt (vgl. Löser & Werning, 2015, S. 18). Der Fokus dieser Debatte liegt jedoch nicht auf der Frage, ob die Inklusion im gesamten Bildungssystem realisiert werden sollte, sondern beschäftigt sich vielmehr damit, „wie dieses allgemein akzeptierte Ziel realisiert werden kann“ (Heimlich, 2012, S. 10). Insbesondere in Niedersachsen und vor allem in der Landeshauptstadt Hannover findet diese Debatte aktuell sehr intensiv statt. Die Grundlage ist ein massiver Widerstand der IGSen, welcher auf einer Überforderung im Zusammenhang mit der Umsetzung inklusiver Prinzipien beruht. Der Fokus dieser Debatte, innerhalb welcher die Inklusion häufig als gescheitert betrachtet wird, liegt vor allem auf der nicht gleichmäßig stattfindenden Umsetzung inklusiver Prinzipien an den weiterführenden Schulen (vgl. Rinas, 2019a).
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Issue Date: 2019
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