Der Begriff des Rechtsprinzips im Spannungsverhältnis zwischen dem Positivismus von Hart, Austin, Thibaut und dem Hermeneutismus von Dworkin und Savigny

Download statistics - Document (COUNTER):

Kim, Hyungsuk: Der Begriff des Rechtsprinzips im Spannungsverhältnis zwischen dem Positivismus von Hart, Austin, Thibaut und dem Hermeneutismus von Dworkin und Savigny. Hannover : Gottfried Wilhelm Leibniz Universität, Diss., 2018, 403 S. DOI: https://doi.org/10.15488/3564

Selected time period:

year: 
month: 

Sum total of downloads: 790




Thumbnail
Abstract: 
Der Grundzweck dieser Arbeit besteht darin, durch die Kritik des deskriptiven und politischen Rechtspositivismus den Begriff des Rechtsprinzips vor dem neuen Hintergrund zu erläutern. Als Ziel der Hauptkritik wurde insbesondere Regeltheorie von H.L.A. Hart eingestellt. Der Verfasser versucht nämlich zu zeigen, wie die Hartscher „externer Beobachter“ in sich das Moment der Selbstentfremdung hat. Durch das Zeigen jenes Schwächepunktes ging der Verfasser darüber hinaus weiter dahin, zu zeigen, dass es im Bezug auf die Beobachtung der normativen Gegebenheit einer Lebenswelt keine solche „äußere Stelle“ gibt, worauf man quasi wie ein Naturwissenschaftler über seine Gegenstände rein wertneutrale Aussage machen kann. Aufgrund dieses Resultats schlägt der Verfasser den neuen Begriff des „hermeneutischen Raum“ vor. Dies ist nämlich originelle innere Perspektive der Beobachters eigenen Lebenswelt, derer außerhalb er auf keinem Augenblick stehen kann. Die Existenz jenes unsichtbaren Raums vergewissert sich man durch die ursprüngliche Existenz der generativen Regeln, also durch die innere Perspektive seiner Muttersprache. Aber nicht bloß durch jene schon rein konventionell bestehende innere Perspektive, sondern erst durch den aufgrund derer ausgeführten Sinngebungsakt des Teilnehmers selbst bildet sich der hermeneutische Raum weiter fort. Durch diese hintergründige Erläuterung stellt es sich heraus, dass das Rechtsprinzip generell demjenigen Richter im konkreten Lebenssachverhalt innerliche erscheinende normative Gegebenheit darstellt, der das System des positiven Rechts nicht bloß als System der rein konventionell gegebenen Regeln bzw. der Befehlen versteht, sondern durch die Sinngebung seiner eigenen Lebenswelt aktiv und reflexiv rekonstruiert. Aus diesem Grund besteht die Hauptaufgabe des aktuellen Richters nämlich darin, durch jene im konkreten Lebenskontext normative erscheinende innere Erfahrung im Licht auf ratio legis und ratio decidendi sprachlich auszudrücken. Insofern muss der im Grund positivistisch geprägte methodische Zwang der traditionellen Gewaltenteilungslehre, nach deren die richterliche Hauptaufgabe in der möglichst wertneutralen Anwendung der Absicht des Gesetzgebers bzw. Gesetzes auf die konkreten Fälle bestehe, letztendlich verzichtet werden. Dessen anstelle ist der Diskurs unter den Richtern in den Vordergrund einzutreten, der zur lebendigen Anwendung bzw. Fortbildung des reflexiv wiederhergestellten positiven Rechts auf den konkreten Lebenskontexten frei und transparent ausgeführt wird.
License of this version: CC BY 3.0 DE
Document Type: doctoralThesis
Publishing status: publishedVersion
Issue Date: 2018
Appears in Collections:Juristische Fakultät
Dissertationen

distribution of downloads over the selected time period:

downloads by country:

pos. country downloads
total perc.
1 image of flag of Germany Germany 547 69.24%
2 image of flag of Korea, Republic of Korea, Republic of 61 7.72%
3 image of flag of Russian Federation Russian Federation 20 2.53%
4 image of flag of United States United States 19 2.41%
5 image of flag of Czech Republic Czech Republic 16 2.03%
6 image of flag of Austria Austria 16 2.03%
7 image of flag of No geo information available No geo information available 13 1.65%
8 image of flag of Switzerland Switzerland 12 1.52%
9 image of flag of Brazil Brazil 10 1.27%
10 image of flag of France France 9 1.14%
    other countries 67 8.48%

Further download figures and rankings:


Hinweis

Zur Erhebung der Downloadstatistiken kommen entsprechend dem „COUNTER Code of Practice for e-Resources“ international anerkannte Regeln und Normen zur Anwendung. COUNTER ist eine internationale Non-Profit-Organisation, in der Bibliotheksverbände, Datenbankanbieter und Verlage gemeinsam an Standards zur Erhebung, Speicherung und Verarbeitung von Nutzungsdaten elektronischer Ressourcen arbeiten, welche so Objektivität und Vergleichbarkeit gewährleisten sollen. Es werden hierbei ausschließlich Zugriffe auf die entsprechenden Volltexte ausgewertet, keine Aufrufe der Website an sich.

Search the repository


Browse