Schwermineral-Untersuchungen in quartär-zeitlichen Sanden nordwestlich von Hannover

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Henningsen, Dierk: Schwermineral-Untersuchungen in quartär-zeitlichen Sanden nordwestlich von Hannover. In: Zur Taxionomie und Systematik isolierter Schwammskleren mit Beispielen aus der Unter-Kreide Ostniedersachsens / von Sepp Krüger. - Hannover : Universität Hannover. Institut für Geologie und Paläontologie, 1978. (Mitteilungen aus dem Geologischen Institut der Universität Hannover ; 15), S. 120-147. ISSN 0440-2812

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A total of 117 samples of quarternary sediments, mostly sands, from a region NW of Hannover (Lower Saxony) has been investigated with regard to their content of heavy minerals. The absolute percentage of transparent heavy minerals approximates 0.2 Vol.%. If several samples of glaciofluvial sands (Drenthe-stage) or dune sands (Late Weichsel-stage to Holocene) are taken from one outcrop they show great similarities in their heavy minerals contents. Glaciofluvial sands of the Elster-stage evidently have less Garnet, Hornblende and minerals of volcanic origin (Augite, partly also Orthopyroxenes, Oxyhornblende and Olivine) than those of the Drenthe-stage, Weichsel-stage, and the Holocene. All these groups hold nearly the same average assemblages of heavy mineral, thus indicating that within the Drenthe-stage or later material from north and from south has been mixed and/or reworked. In the area investigated the proportions of heavy minerals do not help to identify either the stratigraphic position or the way of deposition of different sandy sediments younger than the Elster-stage. The distributional pattern of several heavy minerals point out that Kyanite, Hornblende and Epidote have been transported predominantly from the north, whereas Garnet and Staurolite have sources both in the north and the south. Tourmaline, Apatite and the minerals of volcanic origin mainly must be derived from the south. All results obtained in the region examined should not be transferred to other zones of the lowlands of Northern Germany automatically.
Insgesamt 117 Proben von überwiegend sandigen Ablagerungen des Quartärs wurden im Bereich des nordwestlich von Hannover gelegenen Bl. Garbsen der topographischen Karte 1 : 50 000 auf ihre Schwermineralführung untersucht. Der absolute Gehalt an durchsichtigen Schwermineralen beträgt im Mittel etwa 0,2 Gew.%. Bei Glazifluviatil-Sanden der Drenthe-Zeit ebenso wie bei Dünensanden (Spätweichsel-bis Holozän-Zeit) wurde festgestellt, daß mehrere Proben aus einem Aufschluß in ihrer Schwermineral-Führung jeweils relativ ähnlich sind. Glazifluviatil-Sande der Elster-Zeit unterscheiden sich durch ihre geringen Gehalte an Granat, Hornblende und Mineralen vulkanischer Herkunft (Augit, teilweise auch Orthopyroxene, Oxyhornblende und Olivin) deutlich von den Drenthe-zeitlichen, Weichsel-zeitlichen und holozänen Sanden. Alle diese sind in den Durchschnittswerten ihrer Schwermineral-Führung so gleichartig, daß eine starke Durchmischung von Material nördlicher (glaziärer) und südlicher (fluviatiler) Herkunft schon während der Drenthe-Zeit und/oder eine spätere Wiederaufbereitung angenommen werden muß. Im Untersuchungsgebiet ist die Schwermineral-Führung der nach-Elster-zeitlichen Sande nicht geeignet, um sie nach Alter bzw. Entstehungsart voneinander zu unterscheiden. Verteilungskarten für einzelne Schwerminerale weisen darauf hin, daß Disthen, Hornblende und Epidot überwiegend aus nördlicher Richtung gekommen sind, während für Granat und Staurolith sowohl nördliche als auch südliche Herkunft anzunehmen sind. Turmalin, Apatit und die Minerale der vulkanischen Gruppe müssen hauptsächlich von Süden abgeleitet werden. Die im Untersuchungsgebiet gewonnenen Ergebnisse sind nicht ohne weiteres auf andere Bereiche des norddeutschen Flachlandes zu übertragen.
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Issue Date: 1978
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